Kamp-Lintfort  
     

                  Zur Stadtgeschichte

buch

Die ersten Ansiedlungen in unseren Stadtgebiet gab es schon in der jüngsten Steinzeit, wie Funde von Gebrauchsgegenstände und Gräber belegen.
1123 gründeten Mönche auf Geheiß des Bischofs von Köln, das erste deutsche Zisterzienser Kloster. Kloster Kamp wurde auf einem kleinen Hügel errichtet. Zu dieser Zeit gab es hier nur wenige verstreute Gehöfte. Die Mönche bewirtschafteten mit viel Fleiß und Gottesfürchtigkeit, nach dem Leitsatz "Bete und Arbeite" ihre Ländereien.
Dies beeindruckte damals viele Ritter- und Bauernsöhne dermaßen, dass sie in den Orden eintraten oder durch Schenkungen den Besitz des Ordens vergrößerten. Schon bald wurden von Kamp aus Mönche entsandt, um weitere Töchterklöster zu gründen. Kloster Kamp
Im Laufe der Jahre wurden durch Kriegshandlungen und Vertreibung der Mönche, große Teile der ursprünglichen Kirche und Klostergebäude, zerstört und geplündert, so dass nur wenig erhalten blieb und wieder aufgebaut werden musste.

1802 löste Napoleon das Kloster auf. Nur ein Pastor und Kaplan durfte auf Kamp bleiben.
1954 kamen auf Wunsch des Bischofs von Münster die Patres des Karmeliter Ordens nach Kamp.
Seit dem Beginn des Bergbaus begann sich unsere Region zu wandeln und verstärkt zu entwickeln. Die erste Kohle wurde bereits 1854 gefunden. Doch erst 20 Jahre später hatte der Bergbau seine Geburtsstunde. Die Zeche Friedrich-Heinrich wurde von den Erben Friedrich-Heinrichs von Diergardt gegründet, der der Besitzer des Grubenfeldes war. 1906 wurde die Zeche an eine französische Bankengruppe verkauft.

Es entstand das "Steinkohlenbergwerk Friedrich-Heinrich AG". Dieses galt 1931 als die größte Einzelzeche im Bereich des Ruhrbergbaus.

 

Bergwerk Friedrich-Heinrich

Die kleinen Bauernschaften Hoerstgen, Kamp und die so genannten Vierquartieren (Saalhof, Rossenray, Kamperbruch und Lintfort) schlossen sich 1934 zusammen.

Die Ernennung zur Stadt Kamp-Lintfort erfolgte 1950. Die Bevölkerung stieg von damals 28.200 Einwohnern auf heute mehr als 40.200 an.